Fairtrade

Warum Fairer Handel?

Wir glauben, dass Unternehmertum die beste Entwicklungshilfe darstellt. Beim Fairen Handel geht es langfristig um den Abbau ungerechter Wirtschaftsstrukturen.

Wir verstehen darunter:

  • Partnerschaftliches Handeln und langfristige Handelsbeziehungen
  • Zahlung fairer Preise, die nicht nur die Produktionskosten decken
  • Bessere Arbeitsbedingungen und familiengerechte Entlohnung
  • Bewusster Umweltschutz und Förderung von Bio-Produkten
  • Förderung und Weiterbildung
  • Transparenz und Verantwortung
  • Eine Chance für wirtschaftlich benachteiligte Produzenten

Wie funktioniert Fairer Handel?

Wir, die Konsumenten aus den Industrieländern, zahlen höhere Preise,  wodurch die Produzentenfamilien pro Kilogramm Nuss oder Frucht mehr Geld bekommen.  Durch den Fairen Handel wird dafür gesorgt, dass bessere Löhne bezahlt werden als sonst üblich, und zusätzlich wird durch entsprechende Maßnahmen und Auflagen sichergestellt, dass der Ertrag aus den höheren Löhnen sinnvoll für die Verbesserung der Lebensumstände eingesetzt wird. Dazu gehören Bildung, Gesundheit, Sozialversorgung und Umweltschutz. Ziel des Fairen Handels ist, dass die Menschen langfristig durch ihre eigene Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen können und somit nicht gezwungen sind, ihren Wohnort zu verlassen.

Wie alles begann

Im Jahr 2016 begannen wir in Zusammenarbeit mit der Kinderhilfe Westafrika aus Burkina Faso getrocknete Mangos zu importieren. Die Mangos stammten aus dem Dorcas Center in Burkina Faso, einem Verein, der durch nachhaltige Produktion und Verkauf der Mangos dort Hilfe zur Selbsthilfe schafft.

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Laut UNDP-Statistik belegt Burkina Faso Platz 174 unter 177 Ländern. Das bedeutet unter anderem, dass knapp die Hälfte der Bevölkerung unter der absoluten Armutsgrenze lebt.

Einmal jährlich importierten wir die getrockneten Mangostreifen. Nach dreijähriger Zusammenarbeit vermietet das Dorcas Center heute seine Trocknungsanlagen an eine Fairtrade Organisation in Burkina Faso, welche die Mangos weiterhin verarbeitet und vertreibt.

Unsere Grundidee, fairen Handel weiter zu fördern und gesunde Produkte zu verkaufen, ist geblieben und wir setzen sie mit ausgewählten Partnern um.

Partner & Produkte

Gebana

Gebana arbeitet mit Bauernfamilien weltweit zusammen und liefert authentische Lebensmittel mit maximalem sozialen und ökologischen Nutzen an Konsumentinnen und Konsumenten in Europa.

Gebanas Arbeit umfasst jedoch mehr als biologischen Anbau und fairen Handel. Das Schweizer Unternehmen investiert in den Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten, berät und unterstützt Bauernfamilien, verarbeitet deren Produkte noch im Ursprungsland. Das bringt große Risiken mit sich, schafft aber Einkommen und Arbeitsplätze in einigen der ärmsten Ländern der Welt.

Die Vision gebanas ist es, den globalen Handel zu Gunsten von Bauernfamilien, der lokalen Wirtschaft und der Umwelt positiv zu beeinflussen.

Die Produkte von gebana sind Ecocert kontrolliert und bio-zertifiziert. (Da wir aber nicht zertifiziert sind, findest du die Zertifizierungen nicht auf unseren Etiketten.)

Hier 2 Links für die, die es genauer wissen wollen:

https://www.gebana.com/de/produzenten/gebana-afrique/
https://www.gebana.com/de/ueber-uns/blog/2018/12/13/schluss-mit-fair/

Von Gebana beziehen wir Mangos, Cashews und Datteln.

Die Mangos:

Die frischen Mangofrüchte werden von Kleinbauern rund um Bobo Dioulasso in Burkina Faso zum festgesetzten Fairtrade-Preis gekauft und unter fairen Bedingungen verarbeitet. So landet der in Burkina Faso gezahlte Fairtrade Preis an der richtigen Stelle.

Frauen beim Schälen von Mangos
Der Container wird beladen

Die Cashews:

In Afrika angebaute Cashwekerne werden häufig nach Vietnam zur Verarbeitung geschickt. Das ist sowohl schlecht für die Umwelt als auch für die Wirtschaftskraft vor Ort.

Unsere Cashews werden nicht zur Verarbeitung exportiert, sondern in Burkina Faso angebaut, geerntet und von Hand verarbeitet. Durch die arbeitsintensive Verarbeitung der Cashewkerne und den Fairtrade-Preis wird lokal ein wichtiger Mehrwert geschaffen, der zusammen mit den Mangos rund 1400 Familien ein gesichertes Einkommen ermöglicht.

Die Datteln:

Die Datteln der Sorte „Deglet Nour“ kommen aus den Oasen im Süden Tunesiens. Dort arbeitet Gebana mit Bauernfamilien zusammen, die ihre Parzellen biologisch bewirtschaften und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz des ökologischen Gleichgewichts in den Oasen leisten. Auch sie erhalten einen gesicherten Fairtrade-Preis für ihre Waren.

Das Dorcas Center

Das Dorcas Center  (eigentlich Association Dorcas de Lafiabougou),  der Verein in Burkina Faso, von dem wir anfangs die getrockneten Mangos hatten, wurde 2001 von Elisabeth Oubda gegründet.

Sie und ihr Mann Pastor Moise Oubda machten es sich zur Aufgabe, Waisenkindern sowie Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen eine Zukunft zu geben. Schrittweise wurde ein Bildungszentrum aufgebaut, das ein Ausbildungszentrum für Mädchen, ein Waisenkinderprogramm, ein Kindergarten sowie ein Ausbildungs- und Fußballzentrum für Jungen umfasst. Inzwischen ist das Dorcas-Center weit über die Landesgrenzen hinaus für seine gute Ausbildung bekannt, bereits über 800 junge Frauen konnten mit einer eigenen Nähmaschine in die Selbstständigkeit geführt werden.

Aus dem Dorcas Center beziehen wir die getrockneten, wilden Hibiskusblüten.

Die getrockneten Hibiskusblüten werden von wilden Hibiskusblüschen gepflückt und im Dorcas Center  unter fairen Bedingungen getrocknet. Die Frauen, die hier mithelfen, machen meist eine Ausbildung im Dorcas Center und bekommen für ihre Hilfe einen fairen Lohn.

Was bedeutet Fairtradelohn (-preis)

Es gibt für fast jede Art von Produkt einen Fairtrade Mindestpreis der von FLO (Fairtrade International) festgelegt wurde. Informationen dazu findest du hier:

https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/fairtrade-standards/mindestpreis-und-praemie.html
https://www.fairtrade.net/standards/price-and-premium-info.html

Diese Beträge gelten sozusagen als Minimum, damit jeder, der mit den Produkten arbeitet, einen fairen Lohn erhält. Meistens sind das Kleinbauern und Verarbeiter. Darüber hinaus entscheiden sich viele Anbieter von Fairtrade-Produkten weitere Hilfe in Form von Bildung oder Infrastruktur zu leisten, die sie in Projekten durchführen.

Bei einem ganzheitlichen Ansatz gehört es für uns auch dazu, eine faire Bank und Produktionsstätte zu wählen

Die Mosaik Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Wir sind stolz darauf, unsere getrockneten Mangostreifen von den Mosaik Werkstätten verpacken und verschicken lassen zu können.

Die herkömmliche Arbeit in den Werkstätten umfasst oft das Zusammensetzen oder Verpacken von Industrieprodukten wie Beispielsweise der Automobilindustrie oder von Zulieferern.

Bei der Vorstellung unserer Mangos war das Interesse der Beschäftigten schnell geweckt.

Wir arbeiten nun seit 2016 mit ihnen zusammen und bekamen das Feedback, dass sie unsere Mangos sehr gerne verpacken und sie als eine angenehme Abwechslung zu ihrer sonstigen Arbeit empfinden.

Ethikbank

Fairer Handel bedeutet für uns eine bewusste Wahl der Bank, die nachhaltige Projekte mit der Verwaltung von unserem Geld fördert. Deswegen haben wir uns für die Ethikbank entschieden.

Was aber macht die Ethikbank so besonders?

  • Anlagekriterien: Basis aller Geschäfte der Ethikbank ist ihre sozialökologische Anlagepolitik. So investiert sie nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder Unternehmen die Kinderarbeit zulassen. Die Unternehmen, die Geld von der Ethikbank bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise einsetzen.
  • Ethik Kompass: Die Unternehmen und Staaten werden regelmäßig einer Ethik-Prüfung unterzogen.
  • Gläserne Bank: Ethikbank-Kunden können jederzeit nachschauen, in welche Wertpapiere die Bank investiert und wofür die Ökokredite verwendet werden.
  • Förderprojekte: Die Ethikbank fördert je ein Ethik-, Frauen- und Umweltprojekt.

Die Ethikbank zeigt, dass es auch Alternativen zu den in letzter Zeit so in die Kritik geratenen Banken gibt, welche nur auf Profit aus sind.

Zusammenfassung

Für uns ist Fairtrade mehr als ein Siegel. Es bedeutet die aktive Mitgestaltung unserer Umwelt, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Randgruppen, ein faires Miteinander und einen guten Umgang mit der Natur.

Konkret heißt das:

  • Vorfinanzierung der Produktion
  • Langfristig angelegte Zusammenarbeit
  • Preise für Produzent*innen, die über dem Weltmarktpreis liegen
  • Förderung der Produzentengemeinschaften (z.B. Schulen, Kindergärten, Gesundheitseinrichtungen, Infrastruktur)
  • Prämienzahlungen (zur Förderung sozialer Belange)
  • Zahlung von mindestens Fairtradepreis

Weitere Informationen zu unserem Engagement findet ihr hier und zur Wahl unserer Verpackung hier